Studio Mikrofon – Was brauche ich?

Im Homestudio gelangt man irgendwann an den Punkt an dem man sich sein erstes Studio Mikrofon kaufen möchte. Oft stellt sich dann die Frage: Welches Mikrofon ist das Richtige für mich? Brauche ich ein Kondensator- oder ein dynamisches Mikrofon?

Dynamisches oder Kondensatormikrofon?

Im Livebetrieb werden dynamische Mikrofone häufiger genutzt als Kondensatormikrofone. Letzere sind aufgrund ihrer Bauweise nicht sehr robust und ein einmaliges Herunterfallen kann zur Beschädigung der Membran führen.

Auch auf der Suche nach einem passenden Studio Mikrofon kann es sein, dass dir die Eigenschaften eines Kondensatormikrofons zum Verhängnis werden. Wenn der Aufnahmeraum nicht akustisch optimiert ist, zeichnen Kondensatormikrofone oft etwas mehr Raumhall, Raum-Resonanzen im Bassbereich und Störfrequenzen auf. Bei Vocal-Aufnahmen hat man ohne eine passende Spinne und einen Popschutz zusätzliche Nebengeräusche und Plosiv-Laute auf der Aufnahme. Wenn du ein wenig mit der Aufstellung im Raum experimentierst oder den Raum akustisch optimierst, kannst du jedoch gute Ergebnisse mit einem Kondensatormikrofon im Homestudio erzielen.

Dynamische Mikrofone zeichnen mehr Direkt- und weniger Raumanteil auf, haben meistens einen integrierten Popschutz und eine Spinne ist auch nicht notwendig. Zudem ist ein dynamisches Mikrofon in den meisten Fällen die günstigere Wahl. Wer das Mikrofon beim Singen gerne in die Hand nehmen möchte,  der kann ohnehin nicht auf ein dynamisches Mikrofon verzichten.

 

Das richtige Studio Mikrofon für dich

Du solltest beachten, dass jedes Mikrofon eine leicht unterschiedliche klangliche Färbung aufweist. Beispielsweise kann es sein, dass ein SM58 mit deiner Stimme super funktioniert. Sobald du jedoch einen Freund/eine Freundin mit dem gleichen Mikrofon aufnehmen willst, klingt es nasal und dumpf. Das gleiche gilt für Instrumente. Jede Stimme und jedes Instrument ist individuell und hat seinen eigenen klanglichen Charakter. Daher lohnt es sich verschiedene Mikrofone auszuprobieren. Natürlich kannst du das aufgenommene Signal später beim Mixing mit einem Equalizer bearbeiten. Dies ist jedoch einfacher wenn du den Sound schon bei der Aufnahme in die richtige Richtung lenkst. Du kannst ein Instrument auch mit 2 Mikrofonen gleichzeitig aufnehmen und dann beide Spuren kombinieren. Wenn du zum Beispiel ein sehr hell klingendes und dazu ein eher basslastiges Mikrofonsignal hast, kannst du verschiedene Lautstärkeanteile im Mix ausprobieren und so ein passendes Klangbild für dein Instrument erzeugen. Und das ganz ohne Equalizer.

Studio Mikrofon

Am Ende kommt es immer darauf an, wie das jeweilige Mikrofon in deinem Raum mit deiner Stimme oder deinem Instrument klingt. Erlaubt ist, was gefällt. Daher heißt es: ausprobieren und vergleichen. Dem kann ich noch hinzufügen: Eine gute Perfomance und Kreativität machen natürlich den Bärenanteil einer guten Produktion aus. Trotzdem kann dir das passende Studio Mikrofon den Produktionsprozess erleichtern.

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