Wie verwende ich Send-Effekte in Cubase?

Send-Effekte geben uns die Möglichkeit, einen Effekt zu vielen Spuren unseres Projekts hinzuzumischen. Hier erfährst du, wie das Signal durch den Cubase-Kanal fließt und wie du die Send-Effekte ganz einfach routen kannst.

Der Standard-Signalfluss in einem Kanal in Cubase ist:

1. Pre-Rack
2. Insert FX 1-6
3. Channel Strip & EQ
4. Pre-Fader Sends
5. Fader
6. Insert FX 7-8
7. Post-Fader-Sends

Im Video zeige ich dir, wie du verschiedene Effekte du in der Reihenfolge vertauschen kannst.

Send-Effekte routen

In Cubase kannst du mit einem Rechtsklick auf einen Kanal einen „Effektkanal zum ausgewählten Kanal hinzufügen“. Dadurch erscheint rechts im Mixer eine Spur, auf der du einen oder mehrere Effekte legen kannst. Dieser Effektkanal ist durch die Send-Effekte mit deinem Kanal verknüpft. Mit Hilfe des Pegel-Reglers im Sends-Slot kannst du den Effekt nun ganz einfach dosieren.

Die Effekte auf den Effektkanälen solltest du stets auf 100% Wet stellen. Dort soll also ausschließlich das Signal zu hören sein, das durch den Effekt beeinflusst wurde.

Besonders Hall und Delay ergeben als Sends Sinn – aus zwei Gründen:

1. Um deine Spuren und Instrumente in einem virtuellen Raum zu platzieren, sollten viele Instrumente hierbei im gleichen Raum landen. Deshalb kannst du durch Send-Effekte sicherstellen, dass alle Spuren mit dem gleichen Hall verknüpft sind.

2. Hall und Delay lassen sich auf verschiedenen Spuren auf diese Weise leichter dosieren. Bestimmt braucht deine Snare weniger Hall als beispielsweise das Piano. Hierbei helfen die Send-Effekte hervorragend weiter.

Im Video zeige ich dir, wie du den Sanford Reverb und ein Mono-Delay mit deinen Spuren verknüpfst. Den kostenlosen Sanford Reverb bekommst du hier: http://www.lesliesanford.com/vst/plugins/